Was sind die möglichen Folgen? 1, 4

Das Risiko einer HPV-Infektion hängt
vom jeweiligen HPV-Typ ab.

Einige HPV-Infektionen entwickeln sich langsam ohne sichtbare oder wahrnehmbare Symptome. Sie schlummern im Körper und verschwinden von selbst wieder.

Einige können Auslöser für Genitalwarzen sein, andere dagegen verursachen Krebsvorstuben oder sogar Krebserkrankungen.

Eine HPV-Infektion kann schwerwiegende Folgen haben.

In dieser Übersicht sind die möglichen Folgen einer HPV-Infektion dargestellt.

Humanes Papillomvirus und Gebärmutterhalskrebs

Die weibliche Anatomie und die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.

In einigen Fällen, und zwar bei einer Ansteckung mit Hochrisiko-HPV-Typen, können kleine Verletzungen in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses entstehen. Der Ernst dieser Verletzungen hängt von der Zellmenge und der Stelle ab, an der sich die Zellen in der Schleimhaut verändern (infizierte Zellen).

Ein Großteil dieser Verletzungen heilt jedoch wieder ab, wohingegen andere unverändert bleiben oder sich zu Krebsvorstufen entwickeln (veränderte Zellen). Jährlich entstehen bei 383.000 Frauen in Europa diese Art von Schleimhautverletzungen, wovon sich glücklicherweise nur ein kleiner Teil über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu Krebs entwickeln wird. Nichtsdestotrotz wird jährlich bei ungefähr 34.900 Frauen in Europa die Diagnose Gebärmutterhalskrebs gestellt.

Humanes Papillomvirus und andere Krebsarten

Humane Papillomviren können zur einer Infektion der Schleimhaut von Vagina und Vulva führen und Verletzungen verursachen, die sich zu Krebsvorstufen verändern und sich letztlich zu Vagina- oder Vulvakrebs entwickeln können.

Anal- und Penistumore werden oft von einer HPV-Infektion ausgelöst, jedoch zählen sie zu den selteneren Krebsarten.

Jüngste Studien zeigen, dass auch Kopf- und Halstumore die Folge einer HPV-Infektion sein können, wobei die Viren bei Männern und Frauen durch oralen Sex übertragen werden.

Humanes Papillomvirus und Genitalwarzen

Die Niedrigrisiko-HPV-Viren können gutartige, aber nicht weniger lästige Symptome wie Genitalwarzen verursachen.

Die Zeit, die zwischen der Infektion und den sichtbaren Symptomen der Genitalwarzen liegt, beträgt mindestens sechs Wochen. Abhängig vom Ausmaß des Befalls kann man sich für medizinische Behandlungen oder chirurgische Eingriffe entscheiden. Letztere gelten als sehr schmerzhaft und schließen einen Rückfall nicht aus. In 25 bis 67% der Fälle kommen die Warzen innerhalb von 3 Monaten nach der Behandlung wieder zurück.

Glücklicherweise können sich diese lästigen Warzen manchmal auch spontan verringern werden oder vollständig verschwinden.

Jährlich werden in Europa bei ungefähr 847.000 Männern und Frauen Genitalwarzen diagnostiziert, die durch HPVausgelöst wurden. Der Entstehung von 90% der Genitalwarzen kann durch eine HPV-Impfung vorgebeugt werden.


Die hoch ansteckenden Genitalwarzen beeinträchtigen nicht nur das körperliche, sondern auch das mentale Wohlbefinden.

DNA = Desoxyribonukleinsäure

CNS = Caisse Nationale de Santé / d'gesondheetskeess

HPV = Humane papillomaviren

STD = Sexually Transmitted Diseases

Referenties :

1. Hoher Gesundheitsrat Belgiens: Impfung gegen Infektionen, die durch das humane Papillomavirus verursacht sind.

2. Hartwig S. et al. Estimation of the overall burden of cancers, precancerous lesions, and genital warts attributable to 9-valent HPV vaccine types in women and men in Europe. Infect Agent Cancer. 2017;12:19 (Annex 1).

3. Weaver BA. Epidemiology and Natural History of Genital Human Papillomavirus Infection. J Am Osteopath Assoc. 2006;106 (3 suppl 1): S2–8.

4. Woodman C. et al. The natural history of cervical HPV infection: unresolved issues. Nat Rev Cancer. 2007;7:11–22.

5. Die CNS: Liste der vertriebenen Arzneimittel - Sortiert nach Bezeichnung.

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